Donnerstag, 3. Mai 2012

ich bin ein KIND Gottes und das habe ich sogar schriftlich :-)

Vor kurzem waren wir mit der Jungschar im Hallenbad und ich wurde gefragt was die kleine Tätowierung auf meinem Rücken bedeutet und weil ich Gott soooo unendlich dankbar für diese Tätowierung bin, erzähle ich es gerne was sie bedeutet.

Eigentlich bin ich voll der fröhliche Mensch, für jeden Spaß zu haben. Doch gibt es immer wieder Zeiten im leben, in denen man traurig ist, wo einfach alles schief geht, wo nichts zu klappen scheint, wo Gott so weit weg ist. Diese Zeiten sind bei mir äußerst selben, doch es gibt sie.
Und wenn nichts mehr hilft, wenn es scheint es geht nicht mehr. Wenn die Schuld einen zu erschlagen scheint, wenn man am verzweifeln ist. Dann hilft es mir in den Spiegel zu schauen und meinen Rücken anzuschauen. Dann schaue ich auf eine kleinen Tätowierung, die für mich so viel bedeutet, dass es kaum zu beschreiben ist.


Es gab eine Zeit in meinem Leben vor 6 Jahren oder so... ist ja schon ne weile her. Wo ich mit Gott, mit Jesus und mit diesem Christlichen glauben nichts mehr zu tun haben wollte. Ich wollte nicht mehr mit Gott leben, wollte nicht mehr Christ sein. Ich war sauer, wütend und eintäuscht von Gott, verstand ihn einfach nicht mehr und wollte mit der Konsequenz eines Vorschlaghammers der auf eine Glasscheibe schlägt, das leben mit ihm beenden.
Ich war auf Montage in München musste 14 Stunden am Tag arbeiten und das seit 13 langen Tagen, ich hatte keine Lust mehr zu beten, keine Lust mehr Bibel zu lesen. Was nicht unbedingt von dem vielen Arbeiten kam, sonder von einer Fülle von anderen Gründen. Nun endlich am 14 Tag auf Montage und Service hatten wir den Sonntag frei. Ich bin ein wenig Ziellos durch München gelaufen, einfach so und habe mir die Stadt angeschaut. Ich kam schließlich an einer Rocker & Biker Messe vorbei. Ohne darüber nach zu denken ging ich hinein und ließ mich durch die Hallen und an den Ständen vorbei treiben. Bis ich vor einem Stand stehen blieb, der Tattoos verkauft und vor mir sah ich dieses Tattoo. Diese Schrift mit dem deutschen Wort darunter (KIND) und es war einer dieser Momente im Leben wo Sekunden zu Stunden werden, ich weiß nicht wie lange ich an diesem Stand stehen geblieben bin. 
Mir ging ein Vers aus der Bibel nicht mehr aus dem Kopf, er "schwebte" vor meinen Augen, war greifbar, omnipräsent. 

Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben,
die nicht aus dem Blut noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind.
Johannes 1, 12-13.  

Und irgendwie wusste ich, dass ich an einer Weggabelung stand, dass ich mich entscheiden musste, was ich will. Wie ich mein Leben weiter leben möchte, will ich dieses Kind Gottes "weiterhin" sein. Und das nicht aus mir nicht aus meiner Kraft oder meinem Lebenswandel heraus, nein "aus Gottes Macht" heraus. Da wurde mir klar dass ich das gar nicht entscheiden musste, sondern dass ich mich bereits entscheiden hatten. Vor gut 8 Jahren habe ich Jesus gebeten sein KIND zu werden und da bin ich es geworden. Ich bin Gottes Kind, weil ER mich dazu gemacht hat, weil ER mich neu geboren hat und nicht ich.
Reicht das, reicht es an "seinen Namen" zu glauben, dass alles anderen nebensächlich ist, dass es nur darauf ankommt. Zu sagen: "Jesus ich glaube an dich", das es keine Rolle spielt wie ich mich fühle, wo ich gerade bin, wie es mir geht, ob ich Gott fühle oder ob ich ihn gerade nicht verstehe, das ich so Schuldig geworden bin dass ich es keinem Menschen erzählen kann, das ich von Menschen und von mir selbst enttäuscht bin. 
EGAL? einfach "an seinen Namen zu glauben"!
Das wollte ich, ich weiß nicht warum, ich kann nicht sagen woher diese Gewissheit kam. "Jesus ich glaube an dich", das soll mein Leben sein, jetzt und für alle Zeit. So setze ich mich auf den Stuhl, sagt "dass hier", bezahlte und hatte ein Tattoo auf dem Rücken. Ich habe es mir in diesem Moment "schriftlich" geben lassen, dass ich es nie wieder vergessen kann: "ICH BIN EIN KIND GOTTES". Wieder im Hotel angekommen war nicht alles gut, waren viele Dinge immer noch nicht geklärt aber die eine, alles entscheidende Frage die war geklärt. Ich bin ein Kind Gottes und es liegt nicht an mir, Gott selbst macht mich dazu. Das war und ist für mich die Befreiung, klar will ich als Kind Gottes auch so leben wie es meinem Vater im Himmel gefällt. Doch es kommt in der letzen Konsequenz darauf an, dass ich Gottes Kind bin, damit wird alles andere nebensächlich und das habe ich in diesem Moment erst verstanden. Damit war dass, was mich damals, die letzen Wochen so umher getrieben hat geklärt.   
Seit diesem Tag habe ich "KIND" auf meinem Rücken stehen, für mich mehr als eine Tattoo, es ist für mich die ultimative Zusagen. Du bist ein Kind Gottes, komme was wolle, daran gibt es von nun an nichts mehr zu rütteln. Und wenn es so tage wie die letzen Wochen gibt, wo einfach nichts geht, wo man am "ver"zweifel und fallen ist, da kann dieser Vers die Rettung und die ultimative Wahrheit sein. Nicht dass sich alle Probleme lösen oder alles wieder gut ist aber dass man weiß wo man zu Hause ist, das man weiß, ich bin in Gottes Hand. Und das habe ich nun sogar schriftlich und immer bei mir :-).


Meine Schuld ist getilgt, meine Seele befreit,
meine Sehnsucht gestillt, jetzt und für alle Zeit.

1.
Ich bin verändert,
mit mir ist was geschehn.
Gott traf mitten ins Herz.
Jeder soll es sehn.


Ich bin frei!
Oh, für immer und ewig frei.
Ich bin frei!


2.
Hätte ich Gott nicht,
dann wäre nichts passiert.
Mit der Liebe zu mir
hat er mich berührt.

Ich bin frei!
Oh, für immer und ewig frei.
Ich bin frei!*


P.S.
Natürlich weiß ich nicht ob auf meinem Rücken wirklich "KIND" steht, oder ob sie mir in Wirklichkeit "ich bin dumm weil ich alles glaube" auf den Rücken tätowiert haben. Ich weiß auch nicht ob das Chinesisch oder Japanisch ist. Aber es interiesiert mich auch nicht, ich will es auch gar nicht wissen. Denn für mich ist klar was es bedeutet.

Ich bin ein Kind Gottes und das habe ich sogar sogar schriftlich. 


* Text und Musik: Johannes Hopf
1998 Hänssler Verlag, Holzgerlingen
Feiert Jesus 2, 70.