Samstag, 7. April 2012

Osterhenne vs. Osterhase mit Bastelidee

ostern basteln nähen kreativ
Osterhennen sind nicht nur eine schöne Dekoration oder sehen süß aus, sie passen auch besser zu Ostern als diese blö... Hasen.
Denn der Osterhase hat mit Ostern gar nichts zu tun, das Ei und damit die Henne schon. An dem Osterhasen ist nicht Christliches, es hat nichts mit Tradition, oder Symbolik und schon gar nicht mit dem leiden, sterben oder der Auferstehung Jesus zu tun.
Deshalb finde ich die Eier bzw. die Hühner nicht nur eine alternative zum Osterhasen sonder sogar dem Fest, dem Anliegen und der Tradition näher und angemessener.

Warum ist das so? 

Ostern ist mit Pfingsten das älteste Fest der Christen und kommt (stammt) aus dem  jüdischen Passafest.Oft liest man dass das Osterfest auf eine germanische Göttin (Ostara) zurück geht. Dies ist aber sehr fraglich, da diese Göttin erst nachträglich ihren Namen passend zu dem Osterfest bekommen hat.

Viel Wahrscheinlicher ist es dass das Wort dass es im Übrigen so nur im Englischen und Deutschen gibt, aus einer Fehldeutung im 6 Jahrhundert stammt.  Diese Fehldeutung bzw. Fehlübersetzung leitet sich von dem Wort  "Albae paschales" das für Osterwoche (oder eben für Passa)steht ab.
Wie dem auch sei, wir wissen es nicht genau, fest steht aber das Ostern mit Jesus zu tun hat und nichts mit einer Germanischen Göttin, selbst wenn es diese gegeben hat.
Ostern ist das älteste und auch wichtigste Fest der Christen (und nicht Weihnachten). Die Auferstehung, wurde schon von den ersten Christen gefeiert, wobei das Osterfest mit "Einzug, Abendmahl, Kreuzigung und Auferstehung" wohl erst im 2-3 Jahrhundert entstanden ist. Und sich erst über die folgenden Jahrzehnte oder Jahrhunderte als festes und einheitliches Fest etabliert hat.
So viel mal in aller Kürze und Undifferenziertheit zu Ostern, was hat diese Hase aber nun mit der Christlichen Ostereiern zu tun?


Das Ei in der Theologie bzw. seine Symbolik im Christlichen Glauben:

- Die  Eischale ist ein Sinnbild des alten Testamentes und der Kern des Eis ein Sinnbild des neuen Testamentes. An Ostern wird (wurde) der Kern des alten Testaments zur "Nahrung für die Gläubigen". An Ostern offenbart sich was hinter dem alten Testament liegt. (In dem Bild gesprochen).
- Das Ei kann aber auch ein Bild für das Leben Jesus und seine Auferstehung sein. Von außen ist ein Ei tot, seine Schale ist hart und ungenießbar aber in seinem inneren steckt das Leben. Wenn dann die Schale(der Tot) überwunden/ durchbrochen ist, kann das Leben zum Vorschein kommen.
Das Ei gehört übrigens auch zum festen Bestandteil der Passahfeier.

Der Osterhase:

Der Osterhase wird zum ersten mal 1682 von G. Frank in: "De ovis paschalibus" von "Oster-Eyern" erwähnt. Der Osterhase ist im 18 Jahrhundert wenig bis gar nicht bekannt, gewinnt aber bis zum 19 Jahrhundert immer mehr an Bedeutung. Heute ist er in Werbung und Gesellschaft fest etabliert.
Für die Verbindung von Ostern und Hase kann es zwei Gründe geben.
- Zum einen ist der Hase eines der ersten Tieren das im Frühjahr junge bekommt. Geburt und Auferstehung, leben nach der kalten und Totbringen Winterzeit hat schon eine gewissen Verbindung. Damit könnte der Hase zu einem Symbol für die Auferstehung geworden sein.
- Es ist aber Wahrscheinlicher das der "Zinstermin" an Ostern für den Osterhasen die Wege geebnet hat. Die Bauern mussten Geflügel, Brot, Eier und vieles mehr an die Besitzer der Ländereien abgeben. Wenn man sich nun die damalige Zeit hineinversetzt ohne Telefon, Fernseher usw. sondern Geschichten erzählend und abergläubisch, dann kann ein Hase schon mal die fehlenden Eier versteckt haben….  Oder Hase und Eier wurden nacheinander abgegeben, vielleicht gab es einen Spruch: "erst der Hass, dann die Eier" und aus diesem ist dann der Osterhase geworden…
So oder so ähnlich kann es zumindest gewesen sein.

Resümee

Es lässt sich leider nicht ganz klären wie und wann das Ei in die Christliche Osterfeier Einzug gefunden hat, sicher ist aber dass das Ei eine Symbolische Bedeutung im christlichen Kontext hat. So kann das Ei und auch die Henne, finde ich gut gebastelt, gemalt oder sonst wie behandelt werden.
Der Osterhase dagegen ist wie der Weihnachtsmann, seine Ursprünge sind in keinster Weise Christlich oder Biblisch. Deshalb würde ich nicht sagen "Finger" weg, oder einen Hasen basteln geht gar nicht, nein ich finde nur dass man nicht immer alles mitmachen muss. Und an einem Christlichen Feiertag auch mal zurück zu den Ursprüngen gehen kann auch beim Basteln und erzählen.

Und deshalb hier ein Bastelidee zu Oster die diesem Christlichen Ursprung gerecht wird.


Bastelanleitung:
Aus einem beliebigen Stoff aber am besten aus einem schön buten Stoff, wird ein ein Rechteck mit 12x 6 cm und ein Viereck mit 4x 4 cm ausgeschnitten.

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Nach dem ausschneiden wird der viereckige Stoff, in der Mitte gefallten und die Ecken runter geklappt. Dass nun entstanden Dreieck wird noch mal halbiert und dann an der gestrichelten Linie in den "Körper" des Huhns mit ein genäht.

Diese Hennen, Hähne und Hühner sind eine tolle Dekoration nicht nur zu Oster und in der Osterzeit sonder auch sonst. Sie sind ganz einfach zu nähen und schnell hergestellt.

Um den Schnabel einzunähen wird der rechteckigen Stoff, in der Mitte gefalltet und dann seitlich zusammen genäht. Nach dem nähen den Stoff umdrehen, so dass die Naht innen und die schöne Seite und der Schnabel außen sind.

Das ganze müsste dann so aussehen.
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Als Schwanz dienen 3 Stücke Wolle (je ca. 6 cm.) die mit der Nadel durch den Stoff gesteckt werden. Sind alle 3 Stücke durch den Stoff, einen Knoten machen, damit der Schwanz nicht mehr aufgeht. 
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Das Huhn bzw. die Henne nun mit Watte oder etwas ähnlichem füllen und den Stoff zunähen. Beim zunähen der Hühner zwei Füße aus Wolle mit einnähen. 
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Damit das Huhn nun "unten" seine Form bekommt und nicht viereckig bleibt, einen Faden auf der Unterseite des Huhns festnähen und dann mittig durch das Huhn stecken. Zieht man nun an diesem Faden "dellt" sich das Huhn ein, wenn das Huhn nun etwas "eingedellt" ist den Faden oben an dem Huhn fest nähen. An dem restlichen Faden wird das Huhn später dann auch aufgehängt. 
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Zum Schluss noch zwei kleine Perlen als Augen festnähen und fertig. Ein Ideales kleines selbstgemachtes (DIY) Geschenk für jung und alt und garantiert 100% selber gemacht :-).

Und wer noch nicht genug hat der kann sich zu den Hennen und Hühner auch noch kleinen Nester aus einer Nußschale, den Knospen einer Weide (Trauerweide) und Totnpapier basteln.

Weidennester:


Mehrer Knopen von einer Weide schneiden und in eine halbe Nussschale legen oder kleben. Aus Tonpapier oder Pappe (gelb) kleine Schnäbel ausschneiden und festkleben. Aus schwarzem Tonpapier oder Pappe kleine Füße ausschneiden und fest kleben. Das Nest bzw. die Nussschale mit dünnen grünen schnüren befestigen und aufhängen.